Kraftwerke

Die Muotakraftwerke produzieren erneuerbaren Strom im Einklang mit der Natur.

Unsere sieben Wasserkraftwerke in fünf Kraftwerkszentralen an der Muota wurden zwischen 1956 und 1970 gebaut. Sie erzeugen jährlich rund 220 Millionen Kilowattstunden umweltfreundlichen Strom.

Wasserkraft ist erneuerbar, flexibel einsetzbar, gut in die Landschaft integriert und in der Schweizer Stromwirtschaft nicht mehr weg zu denken – flätt suuber!

Mehr Informationen zu unseren Wasserkraftwerken finden Sie in folgender Broschüre.
ebs Kraftwerke (PDF)

Kraftwerk Sahli

Stufe Glattalp

Das Kraftwerk Sahli-Glattalp, 1970 in Betrieb genommen, nutzt das Wasser aus dem Glattalpsee. Das Wasser fliesst über einen 4 Kilometer langen Rohrstollen und eine 1,3 Kilometer lange Druckleitung zur Turbine in der Zentrale Sahli. Diese erzeugt jährlich rund 11 Mio. Kilowattstunden elektrischen Strom. Von der Zentrale führt eine 43,5 Grad steile Stollenbahn auf die Glattalp.

Stufe Ruosalp

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Kraftwerk Sahli «Stufe Ruosalp»
Das seit 1962 betriebene Kraftwerk Sahli-Ruosalp produziert durchschnittlich 19 Mio. kWh elektrische Energie pro Jahr. Das Wasser hierfür stammt aus dem Nisseggbach, dem Spitzbach, dem Gwaltpetenbach und aus der noch jungen Muota, dort noch Ruosalpbach genannt. Es staut sich im Speicher «Waldisee» – auf der Talseite gegenüber der Glattalp. Von dort fliesst das Wasser über eine 637 Meter lange Druckleitung zur Turbine in der Zentrale Sahli. Im gleichen Gebäude sind auch die Anlagen des Kraftwerks Sahli-Glattalp untergebracht.


Ruosalp 1405 müM Niederschlag Temperatur
aktuell 0.2 mm 10.7 °C
vor 24h 6.6 mm *
vor 48h 9.5 mm *
vor 72h 15.0 mm *
Datum, Zeit 23.07.2017 08:01:00
* nicht verfügbar

Kraftwerk Bisisthal

Das Kraftwerk Bisisthal bezieht Wasser aus dem seitlichen Gigenbach und hauptsächlich aus dem Ausgleichsbecken Sahliboden. Die Muota und einige kleinere Zuflüsse wie z.B. der Höchweidbach fliessen in das Ausgleichsbecken. Über eine 1,6 Kilometer lange Hangleitung wird der Höchweidbach vom oberen Bisisthal in den Sahlisee geleitet. Die beiden Doppel-Peltonturbinen in der Kraftwerkszentrale verarbeiten pro Sekunde rund 5 m3 Wasser. Seit 1956 bzw. dem Vollausbau 1962 verlassen jährlich rund 57 Mio. Kilowattstunden Strom das Kraftwerk Bisisthal. Von hier aus wird die Elektrogenossenschaft Bisisthal mit Strom versorgt. Mit kräftigen Schneeräumgeräten hält ebs im Winter die Strasse ins Bisisthal im Auftrag der Gemeinde Muotathal offen.

Kraftwerk Hinterthal

Stufe Muota

Etwa einen Kilometer unterhalb der Zentrale Bisisthal staut das Wehr «Riedplätz» die Muota. Via Wasserschloss, Schieberkammer im «Weidli» und Druckstollen fliesst das Wasser vom Ausgleichsbecken Riedplätz zur Zentrale Hinterthal. Dort treibt das Wasser die horizontalachsige Doppel-Francisturbine an. Danach gelangt es über einen 200 Meter langen Unterwasserkanal zurück in die Muota. Das Werk hat die Stromproduktion von heute jährlich rund 40 Mio. Kilowattstunden 1960 aufgenommen.

Stufe Hüribach

Das Zentralengebäude in Hinterthal beherbergt neben der Maschinengruppe Hinterthal-Muota auch die Anlagen des Werkes Hinterthal-Hüribach. Dieser Teil des Werkes nutzt das südliche Seitengewässer der Muota aus dem Hürital und wurde 1960 in Betrieb genommen. Sind die Versickerungsverluste zu stark, wird der Bach bereits 1500 Meter taleinwärts im «Grund» gefasst und durch eine Rohrleitung dem Ausgleichsbecken Lipplisbüel zugeführt. Von dort aus gelangt das Wasser per Druckleitung zur Zentrale, wo jährlich rund 19 Mio. Kilowattstunden Strom produziert werden.

Kraftwerk Wernisberg

Rund ein Drittel der ebs-Stromproduktion stammt aus dem Kraftwerk Wernisberg das in seiner ursprünglichen Form bereits seit 1897 bestand. 1966 baute die ebs Energie AG an gleicher Stelle ein neues, leistungsfähigeres Kraftwerk. Heute produziert es 77 Mio. Kilowattstunden Strom pro Jahr. Die Muota durchfliesst nach dem Kraftwerk Hinterthal das lang gezogene Muotatal über eine Strecke von 9 Kilometern. Im Selgis hinter dem Schlattli wird sie durch eine 25 Meter hohe und 40 Meter breite Mauer aufgestaut und bildet dort den Selgissee.

Kraftwerk Ibach

Das Kleinkraftwerk wurde 1949 gebaut und bis 2004 von der Spinnerei Ibach AG betrieben. Danach übernahm ebs das Kraftwerk. Die Wasserzuführung erfolgt durch einen parallel zur Muota verlaufenden Oberwasserkanal. Die vertikale Kaplanturbine treibt einen Synchron-Generator an, welcher den Strom erzeugt. Das abfliessende Wasser gelangt durch einen Unterwasserkanal zurück in die Muota. Am Ende des Kanals befindet sich ein Hochwasserrückhalteschutz. Seit der Revision im Jahr 2010 produziert das Kraftwerk Ibach zehn Prozent mehr Strom als zuvor, insgesamt rund 2 Mio. Kilowattstunden pro Jahr. Das entspricht dem Bedarf von 500 Haushalten und etwa einem Prozent des ebs-Stroms.

Kleinkraftwerke

Wir produzieren auch Strom mit kleinen Anlagen:
Trinkwasserkraftwerk Sattel (PDF)
Abwasserkraftwerk ARA Schwyz (PDF)
Photovoltaikanlage auf dem Schulhaus Eggeli in Sattel (PDF)

Kleinwasserkraftwerk Steineraa

Kleinwasserkraftwerk Steineraa

Die ebs Energie AG hat ein Kleinwasserkraftwerk an der Steineraa gebaut. Seit Mai 2016 produziert dieses zuverlässig erneuerbaren Strom. Sowohl in der ebs Strategie wie auch in der nationalen Energiestrategie hat die Wasserkraft eine zentrale Rolle. Mit dem neuen Kleinwasserkraftwerk leistet ebs einen weiteren nachhaltigen Beitrag an eine erneuerbare, regionale Stromproduktion. Die Wertschöpfung bleibt in der Region und der Zukauf von Energie wird dadurch reduziert.

Finden Sie hier Impressionen und Informationen zum Bauprojekt.

Das Wandbild des Kleinwasserkraftwerk Steineraa

Nach zwei Jahren Bauzeit ist das Kleinwasserkraftwerk Steineraa fertig gebaut und produziert für rund 1250 Haushalte regionalen Strom. Der freischaffende Künstler und Auftragsmaler Ralph Hospenthal hat den zuvor kühl wirkenden Maschinensaal mit einem Wandgemälde aufgewertet. Das Gemälde erstreckt sich über zwei Wände und zeigt das Herzstück des Wasserkraftwerks, die Peltonturbine. Sehen Sie folgend den eindrücklichen Film über die Entstehung des Wandbildes im Maschinenhaus Müliacher in Steinen.